Wir alle wünschen uns, dass Menschen Lust haben sich an politischen Entscheidungen zu beteiligen. Demokratie ist ein hohes Gut und muss jeden Tag mit Leben gefüllt werden. Das können wir zum Beispiel dadurch erreichen, dass Menschen in Beiräten oder Ausschüssen aktiv werden. Wir freuen uns über jede und jeden, die mitarbeiten wollen. Leider ist diese Haltung in Erftstadt nicht mehrheitsfähig. Die Stadtschulpflegschaft der Grundschulen hatte bereits im November 2020 einen beratenden Sitz im Schulausschuss beantragt. Seitdem wurde dieser Antrag “nicht gesondert beraten” oder vertagt. In der Ratssitzung am 05. Oktober 2021 kam er dann auf mein Betreiben doch noch auf die Tagesordnung. Und es gab auch eine Entscheidung. Leider gegen den Antrag der Elternvertreter. Mit der Argumentation man wolle Ausschüsse nicht weiter aufblähen und die Kosten nicht unnötig erhöhen, wurde von CDU, FDP und Teilen der Freien Wähler mit Nein gestimmt. Dazu muss man wissen, dass je Schulform eine Schulleitung mit beratender Stimme teilnimmt. Auch die Meinung der Eltern zu hören wäre eine Bereicherung für den Fachausschuss. Nicht immer sind Schulleitung und Elternschaft einer Meinung. Die Kosten für einen beratenden Sitz machen im Jahr etwa 120€ aus. Hier wird am falschen Ende zu Lasten der Beteiligung gespart. Als Ausschussvorsitzender bedauere ich diese Entscheidung zutiefst.